In neuen Hallen

 

Schnell wurde die Freiburger Werft zu klein und man hatte die Möglichkeit eine größere Werft auf dem Gewerbepark Breisgau zu erwerben. Der Gewerbepark Breisgau liegt ca. 30km südlich von Freiburg und bietet durch den ehemaligen Nato-Flughafen Bremgarten allerbeste Infrastruktur ohne die üblichen innerstädtischen Problematiken. Man fand in dem langjährigen Kunden Maxi Gainza einen Partner für dieses Projekt und die „Firma Max Alpha Aviation GmbH“ wurde gegründet. Der Umzug in das neue Betriebsgebäude erfolgte im Januar 2008.

Nun verfügte das Team über eine große, moderne und repräsentative Werft. In der 12mtr langen Lackierhalle konnten nun komplette Flugzeugrümpfe oder Tragwerke in optimaler Umgebung lackiert werden. Man konnte nun alle anfallenden Arbeiten vor Ort durchführen, sei es Blecharbeiten, Revisionen oder einfache Servicearbeiten ohne ständige Flugzeuge umparkieren zu müssen.

Werft 2011 01 071kl

Nun ging es mit voller Kraft an das Focke Wulf Fw190 Projekt von Yerry Yagen welches dann auch im Jahr 2011 nach Virginia ausgeliefert werden konnte. Diese Flugzeug wurde als Focke Wulf Fw190 A8/M zugelassen, wobei aufgrund der sehr umfangreichen Änderung das „M“ für MeierMotors steht.

Erstflug Fw190 19 07 201097 Erstflug Fw190 19 07 201014

Zwischenzeitlich zog auch eine North American TF-51 in die Werft ein. Eine Ansammlung von 3 Mustangs war in Deutschland einzigartig. Heute gehört die Wartung und Restaurierung dieser schnellen Jagdflugzeug zum Tagesgeschäft.

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Ein weiteres Highlight war mit Sicherheit der Erwerb der Chance Vought F4U-5NL Corsair im Jahr 2009. Ein DejaVu, derweil bereits 1999 Achim und Elmar den ersten Kontakt mit diesem Flugzeug hatten. Die Corsair wurde im Jahr 2009/2010 einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, dabei wurde das Flugzeug auf die ursprüngliche Konfiguration rückgebaut und in den Farben des VMF-513 „Flying Nightmares“ lackiert. Recherchen haben ergeben, dass die serial 124541 wohl die letzte überlebende Corsair dieses berühmten Geschwaders ist, so war dieser Restaurierungsschritt vorgezeichnet. Preserving history.

Corsair 29 03 1063 Corsair F4U 5NL run 2013 05 1712

Corsair D FCOR A2A 2016 06 26 91

Mit der Supermarine Spitfire Mk.VIIIc kam 2010 nun auch ein englisches Jagdflugzeug in die Werft. Maxi Gainza, der Eigentümer, beauftragte MeierMotors das Flugzeug zu prüfen, zu optimieren und natürlich auch mit einer Deutschen Zulassung zu versehen. Erneut eine Herausforderung, aber man hatte zum einen die Fa. Flighttest und damit Dieter Thomas (+) an der Seite, zum anderen war analog zur P-51 Mustang bereits 1944 eine Spitfire in Deutschland zugelassen. Das Flugzeug erhielt schlussendlich die Kennung D-FEUR.

Spitfire DFEUR 2011 05 201 Spitfire MkVIIIc 2010 04 09

Schlendert man heute durch die Werft, dann kann man die Luftfahrtgeschichte Revue passieren lassen. Boeing Stearman, Chance Vought Corsair, diverse North American AT-6, eine Handvoll North American P-51 Mustang sei als Einsitzer oder Doppelsitzer, mehrere Supermarine Spitfire, Hawker SeaFury, Hispano Aviacion Buchon, Messerschmitt Bf109, Focke Wulf Fw190, Yak-3, Yak-9 und Yak 11. Man schüttelt den Kopf ob dieser Vielfalt und denkt an 1965 zurück, an den „Storch“ mit dem alles begann.

Letzthin bekam Achim&Elmar einen Anruf aus Virginia. Jerry Yagen erzählte stolz dass der Fieseler Storch nun restauriert sei und seinen Erstflug hatte. Der Kreis schliesst sich.

 

Achim Meier                                                        Elmar Meier

Corsair Checkflight 2013 07 26 20 Bf109G FighterFactory 2015 02 061

 

 

geschrieben von Matthias Dorst / 2013