Lackierarbeiten

Die Lackierung eines Oldtimerflugzeuges oder Warbirds ist immer der Abschluss umfangreicher, gegebenenfalls langjähriger Instandhaltungsmaßnahmen. Die Lackierung ist etwas für das Auge, muss also „sitzen“, sie ist die „Visitenkarte“ des Flugzeuges.

Oft wird bei der Lackierung von Flugzeugen in der Größenordnung unserer Warbirds improvisiert, vielfach einfach der Hangar ausgeräumt und dann mit der Spritzanlage lackiert. Nicht nur aus Sicht des Arbeits- und Umweltschutzes suboptimal, auch das Ergebnis lässt oft zu wünschen übrig. MeierMotors ist in Deutschland wohl die einzige Flugzeugwerft in dieser Größenordnung, welche eine Lackierkabine in dieser Größe in modernstem Standard und offizieller Genehmigung betreibt.

Diese Lackierkabine ist eine Sonderanfertigung der Fa.Gescha und groß genug um zum Beispiel Tragwerke mit 12 Metern Spannweite und 5 Metern Tiefe aufnehmen zu können. Es versteht sich von selbst, dass darin nur demontierte Flugzeuge lackiert werden können. Lackierkabinen für ein montiertes Flugzeug sind wesentlich zu groß und auch von den Kosten nicht mehr zu überschauen. Da aber im Rahmen einer Rundumwartung das Flugzeug zerlegt wird,  ist die Größe unserer Kabine ausreichend.

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Hier das Tragwerk einer Messerschmitt Bf109 G-4 in der Lackierhalle

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Zur Lackierung der Flugzeuge nutzen wir Zweikomponentenlacke der Firma Lechler Lacke. Ein Lacklager haben wir nicht, da wir die Bedarfsmengen fertig abgemischt „just in time“ von unserem Großhändler beziehen können. Die zu verarbeitenden Mengen sind allerdings überschaubar. Lechler mischt auch die Farben exakt nach den Farbtönen die gewünscht sind, wie hier das sog. RLM 76 (hellgrau) für ein Messerschmitt Bf109 G-4 Projekt. Gerade die sog. RLM-Farbtöne sind nicht ganz einfach zu treffen.

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Unser Lackierer Ralf zusammen mit Marc bei den Arbeiten Am Messerschmitt-Tragwerk. Hier werden anhand Originalunterlagen die Decklacke aufgebracht. Tarnverlauf und Farbtöne entsprechen soweit wie nur möglich dem Original.

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Mitarbeiter der Fa.Lechler bei uns vor Ort zur Auditierung. Durch den direkten Kontakt mit dem Hersteller können wir immer beste Ergebnisse erreichen und der Hersteller weiss exakt was wir benötigen.

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Zur Vorbereitung  wird das Flugzeug in der Lackierkabine komplett abgebeizt.

Mit dieser Maßnahme erkennen wir auch strukturelle Schäden die eventuell unter der alten Lackschicht versteckt sein könnten.  An dem blanken Flugzeug können wir auch sämtliche Beplankungsteile auf Schadhaftigkeit prüfen und gegebenenfalls austauschen. Dass durch den Abbeizvorgang wiederum Gewicht eingespart wird ist ein positiver Nebeneffekt.

Hier das abgebeizte hintere Rumpfsegement einer North American AT-6 , daneben das poliert und teillackierte Bauteil in der Lackierhalle.

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Tarnlackierungen sind aufwändig. Das lackierfertige Flugzeug wird wieder zusammengesetzt und die Tarnverläufe aufgezeichnet. Danach wird das Flugzeug wieder demontiert und zur weiteren Bearbeitung in die Lackierkabine verbracht. Nur so ist gewährleistet, dass zum Beispiel die Tarnverläufe vom Flügel zum Rumpf exakt passen.  Das blanke Aluminium wird danach mit einem säurehaltigen Primer bearbeitet, danach gefüllert und für die Decklackierung vorbereitet. Leider haben wir bis heute noch keine verträglichere Alternative für den säurehaltigen Primer gefunden, aber wir arbeiten daran.

Hier ein frisch lackiertes Yak-9 Rumpfwerk. Durch die Größe der Lackierkabine ist ein schneller Austausch der zu lackierenden Teile in Minutenschnelle erledigt.

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Wünscht unser Kunde eine spezielles marking, oder "nose art" so wird dieses auch von unserem Lackierer gefertigt. Diese aufwändige Arbeit erfolgt dann mit Pinsel und Airbrush

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Im Juli/August 2010 wurde die Yak-3 D-FLAK einer Revision unterzogen und komplett neu lackiert. Unser Partner Steve Atkin suchte zusammen mit dem Eigentümer, der MaxAlpha Aviation GmbH, ein Vorbildflugzeug aus und wir setzten den Kundenwunschwunsch in unserer Werft um. 

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Lackierarbeiten an der Messerschmitt Bf109 G-4 der Fighter Factory Virginia. Hier haben wir die Lackierung in 2K-Decklack gewählt. Dadurch ist eine spätere Versiegelung der Arbeiten mit einem Zweikomponenten Klarlack nicht mehr notwendig. Das dient zum einen zur Gewichtserpsarnis, zum Anderen erhält das Flugzeug einen originalgetreueren "look". Im Flugbetrieb "verwittert" die Lackierung, das Projekt erhält so die gewünschte Patina eines Einsatzflugzeuges.

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Neben den historischen Flugzeuge lackieren wir als EASA-Betrieb natürlich auch alle anderen Arten von Flugzeugen. Hier eine Piper Geschäftsreiseflugzeug welche im Zuge einer Grundüberholung in unserer Werft eine neue Lacierung erhält.

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Auch Ultraleichtflugzeuge bekommen bei uns in der Werfft ein neues Kleid. Hier eine C-42 in der Lackierhalle

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Nahezu ein historisches Flugzeug - diese Cessna 152 bekommt ebenfalls ein neues Outfit

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Ihr Flugzeug benötigt ein neues outfit ?

Jederzeit gerne, wir machen Ihnen ein Angebot.

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