Yakovlev Yak-3

Auch mit unserer Liebe zur Yakovlev Yak-3 begann die Erfolgsstory "MeierMotors".

Mit der D-FJAK, eine Yakovlev Yak-3M waren wir die ersten Eigentümer, die dieses Flugzeugmuster in Deutschland zugelassen haben.

In der Ausgabe 1/2004 der Flugzeug Classics stellten wir, unter Mitwirkung von Andreas Zeitler (FlyingWings.com) unsere Leidenschaft dem breiten Publikum vor. Vielleicht war dieses mediale Ereignis der Startschuss zur immer größeren Beliebtheit dieses schnellen und sehr wendigen Flugzeuges. Motorisiert mit einem Allison V-12 verfügt das Flugzeug über die notwendige power und relieability die es braucht um pure Freude und Lust am Fliegen zu entfachen.

Wie die Geschichte so spielt, befindet sich zwar die D-FJAK nicht mehr in unserem Besitz, aber der neue Eigentümer Chris Vogelgesang teilt die gleiche Leidenschaft wie wir. „Unsere“ Yak ist also in guten Händen. Die Lackierung der „White 100“ erfolgte in unserer speziellen Lackierkabine über die wir in einem gesonderten Beitrag berichten werden.

Zurück zum Anfang …. die Yakovlev Yak-3, ein Flugzeug das Leidenschaft entfacht und bei uns in aller besten Händen ist. Zu unseren Kundenflugzeugen zählen einige Yakovlev Yak-3M die wir Ihnen in der Folge vorstellen dürfen.

Zuerst aber die Geschichte der Yakovlev Yak-3 und warum in diesen Flugzeugen ein amerikanisches Herz schlägt :

 

Dieses einsitzige Ganzmetall-Jagdflugzeug wurde bereits Ende 1941 erprobt, aber wieder verworfen.

 

Erst als Ende 1942 die neuen deutschen Jagdflugzeuge Messerschmitt Bf109 Gustav und Focke Wulf Fw190 über Russland auftauchten, erkannte man, dass die sowjetische Jagdwaffe ein Äquivalent nötig hatte. Das alte Projekt I-30 wurde wieder aus den Schubladen geholt und Jakovlev begann mit der Überarbeitung des Entwurfes.  Der Ursprung der I-30 war die Yak-1M, welche aber um fast 300 Kg erleichtert wurde. Yakovlev erkannte, dass schiere Größe und großer Hubraum zwar Vorteile bietet, aber hoher Benzinverbrauch und ein Verlust an Wendigkeit die stärkere Bewaffnung nicht aufwog.  

 

Yakovlev wollte das leichteste Jagdflugzeug seiner Ära bauen um mit den vorhandenen Motoren Bestleistungen zu erreichen. So wurde gegenüber der Basis Yak-1 die Flügelfläche um ca. 3qm reduziert, die Öl- und Wasserkühler  wurde in die Fläche und in den Rumpf verlegt. Die Kühleinlüfe sassen nun in den Flächenwurzeln. Der Werkstoff Holz wurde aus dem Jäger verbannt, die Tragflächenholme bestanden nun aus Dural. Diese Radikalkur verhalf dem Flugzeug zu einem Startgewicht von nur 2.650Kg. Das Ziel das leichteste Jagdflugzeug zu bauen war erreicht; zum Vergleich, die Focke Wulf Fw190 hatte ein um 1.200Kg höheres  Startgewicht, selbst die vergleichsweise kleine Messerschmitt Bf109 war fast 700Kg schwerer .     

 

Die Yak-3 erreichte Spitzengeschwindigkeiten von ca. 650km/h, in Bödennähe knapp 570km/h. Sie war damit gleich schnell wie die Muster Bf109 und Fw190, aber wendiger und steigfähiger (zumindest bis 4.000 Meter Höhe). Ab Werk waren diese Flugzeuge mit einer dicken Wachspolitur belegt um die Geschwindigkeit weiter zu steigern. Diese Leistungsfähigkeit führte dazu, dass die ehemalige Deutsche Luftwaffe Ende 1944 die Weisung herausgab, Luftkämpfe mit Yak-3 („Yak ohne Ölkühler““ unter 5.000 Meter Höhe zu vermeiden!  

 

Die Yakovlev Yak-3 wurde sowohl als Abfangjäger genutzt, heute sagt man QRA (Quick Reaction Alert) dazu, als auch als Begleitjäger für die Ilushin Il-2 Sturmovik.  Neben den russischen Piloten flog auch das bekannte Jagdfliegerregiment „Normandie –Niemen“ welches aus französischen Piloten bestand.

 

Nach ca. 4.800 Flugzeugen endete 1946 die Produktion dieses schnellen  und sehr wendigen Jägers.  Im Jahre 1991 stellte das Flugzeugmuseum Santa Monica in Kalifornien bei Yakovlev die Anfrage, ob man die Yak-3 nicht neu auflegen könnte. Yakovlev stimmte zu und so wurde eine Neuauflage der Yak-3 produziert. Die Produktion fand in Orenburg (Russland) statt. Anstatt russischer Aggregate wurde der bekannte Allison V-12 (V-1710) verbaut, die Typenbezeichnung lautete fortan Yak-3M (andere Quellen definieren die "Nachbauserie" als Serie "U") . Die Geschichten um diese Nachbauserie ist teils verworren und sehr schwer nachzuvollziehen. Alexander jakovlev fand aber immer wieder Wege und Möglichkeiten das Vorhaben durchzuführen und die Flugzeuge an die Kunden aus den USA auszuliefern.

 

Spezifikationen (Diese Daten betreffen die Kriegsproduktion Yak-3, also bewaffnete Einsatzmaschinen mit dem Original Klimow WK-105PF-Z) :

    • Spannweite 920cm
    • Länge 846cm
    • Höhe 238cm
    • Startgewicht 2660Kg
    • Maxspeed 650km/h, in Bodennähe ca. 570km/h
    • Reichweite ca. 700km
    • Gipfelhöhe 11.800mKlimow WK-105PF-Z , 1.240PS Startleistung

Hier der Versuch die bekannten europäischen Yak-3UA aufzuführen :

    • Yak-3U, D-FLAK, # 470202, MaxAlpha Aviation GmbH
    • Yak-3M, D-FJAK, #470107, Chris Vogelgesang, www.white-100.com
    • Yak-3M, D-FYGJ, #470204, private owner
    • Yak-3UA, N42YK, #470103 (ex-D-FYAG), Fighter Factory, Virginia
    • Yak-3U, D-FAFL, #470110 (ex-N20669) “Red Heat”, (Doppelsitzer), private owner
    • Yak-3M, F-AZXZ, private owner
    • Yak-3U, F-AZIM (Sternmotor), Alain Capel (la Ferte)
    • Yak-3M, D-FYAC, #47109, private owner , Landsberg
    • Yak-3UR, F-AZYF, ex-N11MQ, private owner „CzechRide“ (Umbau P&W R-2000)
    • Yak-3M, D-FLUG, #171306, private owner
    • Yak-3M, D-FALK, private owner

 

Yak-3 drawing

drawing source Internet

 

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