Hawker SeaFury T.Mk20 ES.3613

SeaFury drawing

Die Geschichte unserer Hawker SeaFury beginnt mit der Wunsch des Ministery nach Doppelsitzern für die FAA, der Fleet Air Arm.

Unser SeaFury Projekt wurde mit der Konstruktionsnummer ES3613, wie alle Doppelsitzer, zwischen 1950-52 erbaut. Der mit der Bezeichnung T.Mk20 gebaute Doppelsitzer hatte keinen Fanghaken und diente als Trainer für landgestützte Einheiten. ES3613 wurde am 28.Februar 1950 von der FAA übernommen, die Kennung lautete VX302.

Unsere VX302 war bei diversen "Royal Navy Volunteer Reserve Squadrons" eingesetzt. 1957 startete Hawker eine Rückkaufaktion von überzähligen SeaFuries (surplus). Die Flugzeuge wurden aufgearbeitet und an verschiedene Streitkräfte wie Ägypten, Birma etc. weiterverkauft. 18 dieser wieder aufgemöbelten T.Mk20 wurden in den ausgehenden 50er Jahren bis Mitte der 60er Jahre an den Deutschen Luftfahrt Beratungsdienst (DLB) verkauft, darunter eben ES3613 im Jahre 1963, welche fortan als D-CACE auf dem Flugplatz Lübeck-Blankensee als Zielschlepper Dienst tat.

Zwei Bilder aus der Sammlung Genth

seaf1lankensee196071 seaf1lankensee19607

furyluebeck

Der aktive Dienst der D-CACE endete im Jahr 1974, der Doppelsitzer wurde an Doug Arnold "Warbirds of Great Britain Ltd." mit Sitz in Blackbushe verkauft. Doug Arnold liess das Flugzeug mit der zivilen Reg G-BCOV zu, die Auslieferung erfolgte am 11.Oktober 1974 in Köln.

VX302-1280

VX302 wurde im September 1976 an Michael Stow verkauft und mit der taktischen Kennung MW-S versehen.

VX302 Koeln1974 VX302 DWA DougFisher Collection

1979 ging das Flugzeug zurück an Doug Arnold, die neue Kennung lautete DW-A und RN77/M. Hier zwei Bilder von dem Flugzeug auf der Air Show Biggin Hill. 

Thank you very much Chris England for sharing those shots with us > http://www.abpic.co.uk

VX302 Chris England 1 VX302 Chris England BigginHill 19782

Das Flugzeug verblieb  bis zu seinem Verkauf 1985 auf dem Flugplatz Blackbushe. Der neue Eigentümer, Richard Dury of Goleta liess das Flugzeug nach den USA (Kalifornien) verbringen und mit der US-Kennung N613RD zulassen. Die nun als "Iron Angel" getaufte SeaFury blieb dort bis in den August 1987.

Neuer Eigentümer wurde 1987 Jerry C. Janes & Associates. Dort verlor die SeaFury ihr originales Herz, der Centaurus wurde gegen einen Wright R-3350 ausgetauscht, das Flugzeug in "Cottonmouth" umgetauft. Die zivile Registration lautete nun N51SF. Dazu bekam der doubleseater die race#20 für die Reno Air Races.

Cottonmouth Race20 1988 Reno Cottonmouth 19891 Cottonmouth 19912 VX302 Cottonmouth DougFisher Collection

Das Flugzeug wechselte 1994 erneut den Besitzer. Stan Musick taufte die SeaFury "Sea Fuzzy". Das Flugzeug ging später an John Dilley (1995) und Paul Besterveld in van Nuys (2000). Das Flugzeug war nun in den Farben der Australischen Marine lackiert und trug die takt. Kennung RAN103. Der nächste Eigentümer war Stuart Aviation Inc (Wilmington Delaware) im Jahr 2004. Der Flugzeug war nun auf den Namen "Conch Fury" getauft. Die "Conch Fury" nahm mit der race #103 erfolgreich bei den 2005er Reno races teil und belegte den 8.Platz im GoldRace. Ein beeindruckendes Ergebnis für den ersten Auftritt.

Jan Peters hat uns diese Bilder des Reno Races 2005 zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank Jan für diese fantastischen Bilder

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Leider wurde das Flugzeug bei einer Aussenlandung im Jahr 2008 wegen eines Motorschadens stark beschädigt und eingelagert. Ein Wiederaufbau erschien nicht interessant.

MeierMotors/MaxAlpha Aviation GmbH hatten die Möglichkeit im Jahr 2010 einen restaurierungsfähigen Bristol Centaurus zur erwerben. Es ist ein langehegter Traum von uns, eine SeaFury in den Farben des DLB wieder auferstehen zu lassen, nun war der Zeitpunkt gekommen. Die arg mitgenommene "Conch Fury" wurde erworben und zur Restaurierung der Zelle an den SeaFury-Spezialisten Sanders Aviation übergeben.

Hier ein Bild von der Einlagerung 2011. Das einst stolze Flugzeug hat etwas Staub angesetzt.

SeaFury D-CACE

Der Bristol Centaurus wird Im Frühjahr 2011 versandfertig gemacht. Für die Überholung des Aggregats konnte Vintage V12´s in Techahapi gewonnen werden. Mike Nixon wird das rare Aggregat in seinem "radial shop" überarbeiten.

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Der Startschuss ist also gefallen. 

Wir laden Sie dazu ein, dieses herausragende Projekt auf unserer Homepage mitzuverfolgen. Wir beabsichtigen die Hawker SeaFury wieder in den Zustand zurückzuversetzen, in dem Sie beim DLB ihren Dienst versehen hat. Die D-CACE soll und wird wieder auferstehen !

--> Hier geht es zum Restaurierungsbericht der Hawker SeaFury D-CACE