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Chance Vought F4U-5NL Corsair - #124541 - D-FCOR - MaxAlpha Aviation

 

Die Corsair #124541 wurde als F4U-5NL gebaut, war also von Beginn an Nachtjäger, bzw. Schlechtwetterjäger. In die Bestandsliste kam das Flugzeug am 31.12.1950. Im Mai 1951 wurde das Flugzeug dem VC3 (navy composite squadron 3) zugeordnet, Tailcode NP.

Am 22.01.1952 wurde das Flugzeug mit dem Fleet Air Service Squadron 11 (FASRON11) nach Japan verlegt und am 08.02.1952 dem MWSS1 (Air Marine Corps Aviation) zugeordnet.

Ab dem 20.02.1952 wurde das Flugzeug beim VMF513 geführt. Zur Erklärung: „V“ heisst „schwerer als Luft“, „M“ heisst „Marines“ , „F“ heisst „Fighting“ . VMA = Schwerer als Luft, Marines, Attack , VA = schwerer als Luft, navy (das „M“ für Marines fehlt) , attack also Angriff , VF = USNavy , Fighting also Jäger usw.. Die Nomenklatur ist recht durchdacht. 

Das VMF513 ist eines der bekanntesten Geschwader der USNavy, bzw. des USMarine Corps, auch bekannt als „Flying Nightmares“. Mit Einsatz der Corsair wurde das Geschwader auf VMF-513(N) umbenannt, das „N“ steht für „night“.  Das VMF-513(N) unterstand der US 5th Airforce und wurde im August 1950 nach Japan verlegt. Das Geschwader bestand aus 15 F7F Tigercats und eben 15 F4U-5NL Corsairs. Später im Jahre 1952 wurden die Propellerflugzeuge suksessive durch F4D Skyknight ersetzt.

Die #124541 wurde am 10.12.1952 an das FASRON8 in Alameda /Californien zurückgegeben. Die Corsair war bis dorthin ca. 122 Stunden im Einsatz über Korea gewesen.

Am 02.11.1952 erneute Verlegung nach Japan, wieder über das MWSS1 und wurde dort im Depot FASRON 11 eingelagert. Am 21.03.1953 ging es zurück zu FASRON8 Alameda. 

Am 5.11.1953 wurde der Nachtjäger erneut dem Composite Squadron VC-3 in Moffett zugeordnet und flog dort 86 Stunden. Danach diverse Depots  und am 16.05.1956 verlegte das Flugzeug zur Naval Air Station (NAS) NART in Birmingham. Nach insgesamt 64 Flugstunden wurde dann das Flugzeug nach Litchfield Park gebracht und dort ausgemustert. So geschehen am 04.08.1956.

Zum Zeitpunkt der Ausserdienststellung war das Flugzeug 86 Monate alt und hatte 1039 Flugstunden auf der Uhr. Die Corsair war eine sogenannte surplus-Corsair und wurde später an Argentinien verkauft.

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Hier ein zeitgenössisches Bild einer VMF-513 Corsair 1951 in Korea,

Pilot Capt Eugene Derrickson (source Internet)

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Bei der Argentinischen Armada wurde sie mit der Nummer 0433 geführt. Das Flugzeug erhielt die Kennung 2-A-202 und wurde bei der 2 Esquadrilla de Ataque seit Anfang 1959 eingesetzt, später dann unter der Kennung 3-A-204.

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Eingesetzt wurde die Maschine auch auf dem Flugzeugträger "Independecia". Am 6.11.1964 gab es mit der Maschine einen Landeunfall durch den Piloten Lt.Jorge Pitaluga. Das Flugzeug wurde im April 1966 ausgemustert und befand sich im Bestand des Marine Museums (El Tigre).

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Nach dem ruhigen Dasein im Museum wurde der Jäger dann im Jahre 1991 verkauft und 1994 nach Le Castellet verbracht. Dort erhielt die Maschine eine grundlegende, Jahre dauernde  Restauration und wurde in den Farben der Aeronavale lackiert und zur F4U-7 umgebaut. Hier erhielt auch die Maschine die bekannte Kennung F-AZYS und die Serial 133704.    

Corsair F AZYS inflight 2

Die Corsair stellt einen der Schlusspunkte in der Geschichte der schweren Propellerflugzeuge dar, sozusagen die höchste Evolutionsstufe bei den kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeugen.  

Wir konnten dieses einzigartige Flugzeug im Jahr 2009 erwerben und am 02. Dezember 2009 wurde diese Corsair auf dem Luftweg zu uns in die Werft überführt.

Im weiteren Verlauf wurde die Corsair auf Auslieferungszustand zurückrestauriert.

Bald mehr dazu auf dieser Seite.........

 

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F4U5 serial 121974 Wonsan 2 11 1950 1

 

 

 

Obwohl bereits 1945 der Trend zu düsengetriebenen Flugzeugen führte, entschied die US Navy weiterhin zu Gunsten der Propellerflugzeuge, genauer zu Gunsten der Grumman F8F Bearcat und der Chance Vought Corsair. Diese beiden Flugzeugmuster waren fronterfahren und wurden fortan als „first-line-fighters“ genutzt. Die USN wollte damit vermeiden, dass Jets zu früh in deren Entwicklungsphase auf die Träger kamen.

Die F4U-5 wurde aus der F4U-4 entwickelt (Prototyp XF4U-5). Am 6.Februar 1946 wurde der Bauauftrag durch die Navy erteilt. Die F4U-5 wurde als Höhenjäger (High-altitude-fighter) konzipiert, die Einsatzhöhe auf 45.000 Fuss bestimmt. Dafür erhielt die Corsair den neuen Pratt&Whitney R-2800-32W mit rund 2.300 PS. Dank der Lader (supercharger) war dieses Aggregat höhentauglicher als der Motor aus der F4U-4, entwickelte also mehr Leistung in größerer Höhe, flog mit 470mp/h in 9.000 Meter Höhe schneller als der Vorgänger und hatte auch eine wesentlich verbesserte Steigrate. Die F4U-5 konnte mit beeindruckenden 3.800feet/Minute steigen.

Als weitere Verbesserungen wurde die Klappenstellungen der diversen Kühler automatisiert, also kein manuelles Kühlerklappenöffnen mehr nötig, auch wurde das Cockpit umgebaut, respektive den technischen Möglichkeiten angepasst. Die Kanonenanlage und das Staurohr waren nun elektrisch beheizt, Vereisungen damit Vergangenheit. Am augenfälligsten wurde aber der Unterschied zum Vorgängermodell durch die neue Motorhaube.

Um die Lader unterzubringen waren nun Ausbuchtungen auf der 4Uhr- und 8Uhr-Position, sowie Lufteinläufe ebenda. Auch wurde der Motorsturz zwecks besserer Flugeigenschaften um +2 Grad erhöht (also Nase nach unten). Neu waren auch die blechbeplankten Aussenflügel. Dieses Novum brachte eine spürbare Verbesserung des Luftwiderstandes. Um dem Piloten das Handwerk zu erleichtern wurden die Ruderkräfte um ca. 40% reduziert.  

1946 wurde das erste Baulos 223 Flugzeugen aufgelegt. Im Rahmen dieser Produktion kam es vermehrt zu Umbauten als Nachtjäger F4U-5N. Die Navy erkannte, dass es auch sinnvoll ist über Nachtjäger, respektive Schlechtwetterkampfflugzeuge zu verfügen. Diese veränderte Einstellung floss sofort in die Fertigung ein. Das Radom war am rechten Aussenflügel montiert, die Identifikation der Baureihe F4U-5N sodann sehr einfach. Als Unterart wurde zur F4U5-N noch die F4U-5NL aufgelegt. Diese „winterized version“ verfügte über umfangreiche Enteisungsanlagen. Die Baureihe F4U-5P war die Aufklärungsvariante, das “P” steht also für “Photo”.

So interessant der Einsatzzweck „Höhenjäger“ war, so wenig wurde die Maschine dafür letztlich eingesetzt. Dass es die richtige Entscheidung war die Corsair weiter zu betreiben, ergab sich als der Korea-Krieg entbrannte. Die Jets waren für Bodenangriffe viel zu schnell und nicht wendig genug. Die Corsair aber konnte 5.000 pounds Aussenlasten mitführen (das sind 64% mehr als ein North American B-25 „Mitchell“ Bomber tragen konnte) war in Bodennähe sehr schnell und trotzdem wendig. Sodann wurde die F4U-5 reaktiviert und vor allem in sog. „low level attacks“ und „ground support missions“ eingesetzt. Einen „Job“ den später die Douglas Skyraider in Vietnam übernehmen sollte. 

Technische Daten der Baureihe F4U-5 

  • Spannweite ca. 12,5 Meter
  • Länge  ca. 10,2 Meter
  • Höhe ca. 4,5 Meter
  • Leergewicht ca. 4.390 Kg
  • Max.Gewicht ca. 6.620 Kg
  • Motor Pratt&Whitney R-2800-32W (luftgekühlter 18 Zylinder Doppelstern)
  • Leistung ca. 2.300 PS
  • Maximum speed 755 km/h (Bodennähe)
  • Reisegeschwindigkeit ca. 370 km/h
  • Reichweite bei Reisegeschwindigkeit 1.800 km
  • Dienstgipfelhöhe  12.600 Meter (41.000 ft)   

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahr 2016

Die Corsair ist nach kleineren Arbeiten wieder fit für die kommende Saison

Das berühmte Kampfflugzeug ist beim Hangar2 von MaxAlpha Aviation untergestellt.

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April 2015

Die Corsair ist derzeit bei uns in der Werft und wird für die kommende Saison vorbereitet.

MaxAlpha Aviation plant das Flugzeug bei den Flying Legends Duxford 2015 wieder dem breiten Publikum vorzuführen.

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maintenance und Fahrwerktests

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Fahrwerktest

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to be continued ......

 


 

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